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Ausgangslage

 
Institutionen, die Bildungs- und Erziehungsaufgaben wahrnehmen sind im Zuge des gesellschaftlichen Umbruchs zur Dienstleistungs- und Informationsgesellschaft vor besondere Herausforderungen gestellt.
 

·      Familien können oft nicht alleine im nötigen Umfang Erziehungsaufgaben

       wahrnehmen
·      Materielle Existenzsicherung wird zunehmend schwierig, insbesondere bei 
        kinderreichen Familien
·      Der Alltag von Jugendlichen ist konsumorientierter geworden und 
        Freizeitaktivitäten werden seltener selbst organisiert
·      Suchtmittelgebrauch kann dann den Mangel an funktionierenden sozialen
        Bindungen scheinbar kompensieren und den nur schwer zu stillenden
        Erlebnishunger erträglicher machen
·      Orientierung im Feld vielfältiger Lebensentwürfe und unterschiedlicher
        kultureller und religiöser Normen ist schwierig
·      Gewalt stellt nicht selten eine akzeptierte Form von Konfliktlösung dar.
 
 

Tätigkeitsfelder und Ziele der Schulsozialarbeit
 
·      Präventive Beratung und Hilfe für Kinder und Eltern im Vorfeld von Krisen
       e Gewaltprävention und Stärkung von Erziehungskompetenz und
              Handlungssicherheit
 
·      Einzelberatung und längerfristige Begleitung in Zusammenarbeit mit der
       Jugendhilfe und anderen Institutionen. Teilnahme am Unterricht zu bestimmten
       Themen und bei Problemlagen (z.B. Gewalt u. Konflikttraining) 
       e Gewaltprävention und Unterstützung von Konfliktlösungsstrategien
 
·      Soziale Gruppenarbeit
       e  Stabilisierung der Persönlichkeit sowie Stärkung von 
            Gruppenfähigkeit und Sozialverhalten
 
 
·      Planung und Durchführung von Freizeitaktivitäten
       e Erlernen von sinnvoller Freizeitgestaltung, Förderung sozialer
              Kompetenzen
 
·      Angebote zur Berufsvorbereitung beim Übergang
          von der allgemeinbildenden Schule in den Beruf
  e Berufsausbildung, Verselbstständigung
 
·      Planung und Durchführung von Projekten
        (z.B. Jugendkriminalität, Gewalt, Drogen etc.) 
       e Gewalt- und Suchtprävention
 
·      Zusammenarbeit mit der Schülermitverwaltung, dem Elternbeirat und anderen
        schulischen Gremien, dem ZJS, der Jugendhilfe sowie vor Ort tätigen
        sozialen Einrichtungen
       e    Effektivere Kommunikation und Kooperation aller Beteiligten
 
·      Kurse Elterntraining
       Stärkung der elterlichen Erziehungskompetenz, Reflexion von
              Erziehungsverhalten
 
·      Arbeit mit Kindern aus Familien mit Migrationshintergrund
       e   Entwicklung der Sprachkompetenz, soziale Integration
 
 

 

 

Schulsozialarbeit findet in 3 Handlungsfeldern statt

 

1. Klassenbegleitung

Schulsozialarbeit begleitet die Klassen der Jahrgangsstufen 5 bis 8 in enger Kooperation mit der Klassenlehrkraft und erhält somit einen Zugang zu allen Schülerinnen und Schülern.

Hospitation - Beobachtung

Konkrete Projekte bei Problemlagen (Streitschlichtung, Konflikttraining) Koordinierungsgespräche zwischen Klassenlehrerin/Klassenlehrer und Sozialarbeiterin/Sozialarbeiter

 

2. Projektarbeit

Themen- und gruppenbezogene Angebote im Vor- und Nachmittagsbereich werden initiiert, organisiert und/oder strukturell unterstützt.
Dies sind Hausaufgabenbetreuung, Gruppenarbeit, Freizeitangebote, Systematische Hilfen im Übergang Schule – Beruf, Elternarbeit

Enge Kooperation mit dem ZJS ist angestrebt

 

3. Einzelfallarbeit

Jugendberatung hat primär die Hilfe zur Bewältigung von Entwicklungsaufgaben zum Ziel. Hemmschwellen Hilfe anzunehmen sind abzubauen, niedrigschwellige Hilfsmöglichkeiten anzubieten, Krisenintervention durchzuführen, Kontakt und Beziehung herzustellen und zu vertiefen sowie die Jugendlichen zu motivieren, weitergehende Hilfsmöglichkeiten des ZJS anzunehmen oder die Angebote anderer Hilfeeinrichtungen
 
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Organisation und Zusammenarbeit
Die Fachkraft für Schulsozialarbeit ist fachlich an das Zentrum für Jugendberatung und Suchthilfe (ZJS) im Main-Taunus-Kreis angebunden.
 
09/2008
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