| HaLT – Hart am LimiT in Hessen |
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Der Verein Jugendberatung und Jugendhilfe e.V. (JJ) ist seit 1.11.2004 Träger des Projektes „HaLT – Hart am LimiT“. Im Jahr 2004 startete die Jugendberatung und Suchthilfe Am Merianplatz mit HaLT zunächst als Bundesmodellprojektstandort. Im Jahr 2007 kam das Suchthilfezentrum Wiesbaden als zusätzlicher Standort im Verein hinzu. Seit März 2011 sind im Rahmen der hessenweiten Etablierung von HaLT, die von der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen (HLS) umgesetzt und unterstützt wird, drei weitere Standorte im Verein JJ beteiligt: der Main-Taunus-Kreis, der Hochtaunuskreis sowie der Rheingau-Taunus-Kreis. Das Projekt ist eine Antwort auf eine einschneidende Veränderung des Alkoholkonsums bei Jugendlichen. Der Trend zum sogenannten „binge drinking“, dem Alkoholkonsum bis zum Vollrausch, ist in Europa zunehmend ein Problem geworden. HaLT ist ein spezifisches Angebot für Kinder und Jugendliche, die nach exzessivem Trinken mit einer Alkoholvergiftung in einer Klinik aufgenommen werden müssen sowie deren Eltern. Das Projekt strebt auf zwei Ebenen Veränderungen an: Reaktiver Ansatz Zum Einen sollen die Versorgung und Weiterbehandlung von Jugendlichen mit Alkoholvergiftung so qualifiziert werden, dass es nicht zu wiederholten stationären Noteinweisungen der gleichen Personen kommt und für diejenigen, die einen missbräuchlichen oder gar abhängigen Konsum haben, soll die notwendige Behandlung eingeleitet werden. Insbesondere hoch riskant konsumierende Jugendliche benötigen Unterstützung zur Bewältigung der hinter ihrem Verhalten liegenden Problematik. Sie sind ohne Projekte wie HaLT kaum erreichbar. Zumindest kurzfristig besteht nach einem einschneidenden Ereignis wie einer Noteinweisung eine hohe Bereitschaft zur kritischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Alkoholkonsum. Auf diese Bereitschaft soll mit direkter Ansprache unmittelbar reagiert werden. Nach der Einweisung findet das sogenannte „Brückengespräch“ statt, in dem die HaLT-Mitarbeiter/innen die Situation sowie die Trinkmotive, die zur Intoxikation geführt haben, gründlich mit der Person analysieren. Auch die Familie kann miteinbezogen werden und den Eltern bei Bedarf auch ein „Elterngespräch“ angeboten werden. Abgerundet wird der reaktive Ansatz durch ein Gruppenangebot, den sogenannten „Risikocheck“. Der „Risikocheck“ findet einige Wochen nach der Alkoholintoxikation statt und beinhaltet sowohl Informationen zum Thema Alkohol als auch einen erlebnispädagogischen Baustein, um die Risikokompetenz der Teilnehmer/innen zu stärken. Ein Abschlussgespräch beendet die Teilnahme am Projekt HaLT. Proaktiver Ansatz Zum Anderen wird über regionale, massenmediale und gruppenorientierte Aktivitäten das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die spezifischen Risiken des Alkoholkonsums und dessen kurz- wie langfristigen Folgen gestärkt. Dieser Teil beinhaltet die Förderung eines verantwortungsbewussten Umgangs mit Alkohol und die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes bei Veranstaltungen und im Handel. Finanzierung Die Finanzierung des Projektes HaLT teilen sich das Land Hessen, die jeweilige Kommune bzw. Landkreis und der Verein. Die Durchführung des reaktiven Ansatzes liegt in den Händen des Vereins Jugendberatung und Jugendhilfe e.V. Die Durchführung des proaktiven Ansatzes ist je nach Standort unterschiedlich geregelt. Die Ansprechpartner Frankfurt Reaktiv Lesen Sie auch den Flyer über das Projekte HalT-Frankfurt. Hochtaunuskreis Reaktiv Lesen Sie auch hierzu den Flyer über das Projekt HaLT-HTK. Main-Taunus-Kreis Reaktiv Im Main-Taunus-Kreis wird die Regionale Koordination in enger Abstimmung mit dem zuständigen Amt für Jugend, Schulen und Sport des Kreises vom Leiter des Zentrums für Jugendberatung und Suchthilfe wahrgenommen. Rheingau-Taunus-Kreis Andreas Butzbach Reaktiv Wiesbaden: Reaktiv Lesen Sie auch hierzu den Flyer HaLT-Wiesbaden. |
