Fachtagung "Benachteiligten Jugendlichen - Teilhabe ermöglichen"

35 Jahre Therapeutische Einrichtung Eppenhain

Am 21.08.2018 fand in der Therapeutischen Einrichtung Eppenhain in Kelkheim im Taunus die Fachtagung "Benachteiligten Jugendlichen - Teilhabe ermöglichen" und das 35. Jubiläum des Hauses statt.
In der Therapeutischen Einrichtung Eppenhain wird das außergewöhnliche Spektrum der Therapie, der pädagogischen Betreuung, des Schulbesuches und des Lebens in einer Gemeinschaft von Jugendlichen unter einem Dach angeboten. Bereits 1983 hat man sich als erste Einrichtung in der Bundesrepublik auf die Behandlung und Rehabi­litation junger Suchtkranker und durch Abhängigkeit gefährdeter Menschen spezialisiert und verfügt heute über ein ausgereiftes, differenziertes und erfolgreiches Behand­lungs- und Betreuungsangebot.

Zum Jubiläum wurden Grußworte seitens der Amtsleitung des Jugendamtes Main-Taunus-Kreis, Katharina Freiin von Wiedersperg und Gert Nötzel im philosophischen Vergleich "Die Würde des (jungen) Menschen ist unantastbar" ausgesprochen. Der Bürgermeister der Stadt-Kelkheim, Albrecht Kündiger betonte "Wir sind sehr froh, dass diese Einrichtung sich mit ihrem qualifizierten Angebot in unserer Stadt befindet, alle Patientinnen und Patienten sind uns herzlich willkommen". Der Geschäftsführer des Vereines-JJ, Hans Böhl bedankte sich herzlich bei den anerkennenden Leistungsträgerinnen, der Deutschen Rentenversicherung Hessen, dem hessischen Sozialministerium, dem Staatlichen Schulamt, dem Landrat des Main-Taunus-Kreises, Herrn Cyriax sowie dem, in seinem Verantwortungsbereich liegenden, Kreisjugendamt und den vielen weiteren Kooperationspartnern für die jahrelange und wohlwollende Unterstützung. Nicht zuletzt bedankte er sich bei den Mitarbeitenden des Hauses für das tägliche und fachlich hoch qualifizierte Engagement.

Die Patientinnen und Patienten brillierten im Verlauf des Tages mit künstlerischen Darbietungen, selbst geschriebenen und gesungenen Liedern sowie einem sehr humorvollen Theaterstück.

Fachlich wurde die Thematik "Benachteiligten Jugendlichen - Teilhabe ermöglichen" über einen Fachvortrag zu psychiatrischen Störungen bei Abhängigkeitserkrankungen der Direktorin der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Frankfurter Universitätskliniken, Professor Dr. Christine M. Freitag und einem zweiten Fachvortrag zu aktuellen Drogengebrauchsmustern von jungen Abhängigen durch den Psychologischen Psychotherapeuten Ulrich Claussen, als Fachbereichsleiter der Abteilung medizinische Rehabilitation bei JJ, aufbereitet. Außerdem wurden Workshops in den Bereichen "Training sozialer Kompetenzen" und "Rückfallprophylaxe-Training" angeboten, somit gab es für die nationalen Fachgäste genügend Input zum fachlichen Austausch.

Der Leiter der Therapeutischen Einrichtung Eppenhain, Robert Frank, der die Veranstaltung moderierte und allen einen Überblick über die Historie des Hauses sowie die fachlichen Schwerpunkte der täglichen Arbeit ermöglichte, war mit dem Verlauf der Veranstaltung sehr zufrieden. Er wollte "den Spirit des Hauses spürbar werden lassen" und erinnerte daran, "Schwierige Jugendliche sollten vor allem an ihren Ressourcen und weniger an ihren Defiziten gemessen werden. Diese Ressourcen zu entdecken, zu wecken und in Verhalten umzuwandeln, welches gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht, ist die Herausforderung der sich alle im Feld tätigen Mitarbeitenden täglich neu stellen müssen."

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